Straßenstrich in Berlin

Straßenstrich in Berlin: Das sind die Orte

Berlin ist immer eine Reise wert. So die landläufige Meinung vieler Leute. Fakt ist, in Berlin ist in irgendeinem Stadtviertel immer etwas los. Ob Künstlerparty, Straßenfest, oder eine Kirmes. Hier in der Hauptstadt fand auch 1990 die erste Loveparade statt. Ein kleiner Zug aus bunten und schrillen Leuten zog feiernd und leicht bekleidet über den berühmten Ku’damm.

Abends ab ca. 20:00 Uhr zeigt Berlin sein anderes Gesicht. Bestimmte Straßenzüge füllen sich zunehmend mit Frauen unterschiedlichen Alters, die Kleidung signalisiert „Hallo Kleiner, sprich mich an und ich besorge es dir“. Die Berliner selbst haben mit dieser Offenheit kein Problem, aber so manchem männlichen Besucher von außerhalb fällt schon mal die Kinnlade bis zum Knie hinab. Wenn du also aus einer richtigen Provinzgegend kommst, wo im Schlafzimmer das Licht ausgemacht wird, wenn es zur Sache geht, dann bist du in Berlin gut aufgehoben. Denn danach ist alles anders.

Bevor wir uns die Orte mit einem Straßenstrich anschauen, ein Wort zum Berliner Kiez. Jeder Stadtbezirk hat seinen eigenen Kiez. Damit ist das jeweilige Zentrum gemeint, wo sich das kulturelle und offenherzige Leben konzentriert. Während die Huren ihre Dienste anbieten, befindet sich direkt nebenan ein Restaurant oder eine Bar. Berlin ist also oftmals auch eine Herausforderung.

Nüchtern betrachtet ist ein Straßenstrich nichts anderes als ein Marktplatz für erotische Dienstleistungen. Hier treffen Angebot und Nachfrage zusammen, und so entstehen Preise. Die schnelle Nummer ist dabei natürlich preiswerter als das französische 6-Gang Menü. Um es konkret zu machen: Der Angebotspreis für Handbetrieb liegt zwischen 20,00 und 30,00 Euro im PKW des Nachfragers. Also im besten Falle in deinem Auto. Möchtest du die Wohlfühlvariante in einem der umliegenden Pensionen, kommen auch schnell 200,00 Euro und mehr zusammen.

Findet in Berlin eine überregionale Messe statt, können die Preise auch stark ansteigen. Vor allem während der Erotikmesse „Venus“ musst du mit einem Preisaufschlag rechnen.

Die Straßenstrichs in Berlin

Und wo findest du all die wunderbaren Orte, die wir Straßenstrich nennen? Berlin ist da sehr strukturiert. Da wäre zunächst die Kurfürstenstraße in Charlottenburg zu nennen. Dort stehen überwiegend junge Frauen, deren Angebote eher für den nächsten Parkplatz gedacht sind. Auf dem Kurfürstendamm, auch Ku’damm genannt, findest du nicht nur Glitzer und Glamour, sondern auch Schaukästen. Zwischen diesen Schaukästen stehen oftmals auch Prostituierte, die Stundenhotels bevorzugen. Vor allem im Sommer dürftest du alle 10 Meter angesprochen werden.

Ein weiterer Straßenstrich befindet sich am Tiergarten. Besonderheit: es geht es nicht auf den Parkplatz, sondern ins Gebüsch. Du erkennst die dort stehenden Huren grundsätzlich an ihrer Kleidung. Bist du in Berlin während der Erotikmesse „Venus“, dann kannst du auch dem ein oder anderen Drehteam begegnen. Vom Tiergarten aus geht es in Richtung Straße des 17. Juni. Dieser Straßenstrich wird auch als Camperstrich bezeichnet, da die erotische Dienstleistung oftmals im Campingwagen stattfindet.

In den letzten Jahren weitete sich das Rotlichtmilieu auch in andere Bezirke aus. Vor allem Richtung Westend, wo eine nicht ganz arme Bürgerschicht ihr Zuhause hat.

Hier noch einmal die Straßen, wo du einen Straßenstrich vorfindest:

  • Kurfürstenstraße
  • Kudamm
  • Tiergarten und Straße des 17. Juni
  • Genthiner Straße
  • Oranienburger Straße
  • Bülowstraße

 

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