Soll man eine Prostituierte küssen oder lieber nicht?

Soll man eine Prostituierte küssen oder lieber nicht?

Ob man eine Prostituierte küssen soll bzw. darf, ist eine Frage, die so manchen Freier beschäftigt. Da das Empfinden und Erleben beim Bordellbesuch eine ganz individuelle Sache ist, gibt es auch keine schablonenhafte Antwort auf diese Frage. Jeder muss sich selbst befragen und für sich selbst eine Antwort finden. Allerdings gibt es einige Aspekte, die du dabei nicht außer Acht lassen und berücksichtigen solltest.

Gründe für das Küssen

Es gibt auf der Pro-Seite genauso gute Gründe für das Küssen einer Prostituierten wie auch auf der Contra-Seite. Die drei wichtigsten haben wir hier aufgeführt.

1. Mehr Intimität

Das Küssen sorgt auf jeden Fall für mehr Intimität beim Sex. Gerade unerfahrenen Freiern und Neulingen kann es helfen, die Scheu und Nervosität abzulegen. Man begibt sich mit der jeweiligen Dame sofort auf Augenhöhe und baut die Distanz ungezwungen ab. Für erfahrenere Freier ist es das Gefühl, bei einer Partnerin zu sein und Zärtlichkeiten von ihr zu bekommen. Es geht nicht mehr nur um den reinen Akt an sich und man begibt sich zusammen auf eine gefühlvollere Ebene.

2. Höhere Vertrauensbasis

Durch das Küssen kann ebenfalls eine höhere und bessere Vertrauensbasis erreicht werden. Dieser Aspekt gilt für beide Seiten gleichermaßen. Sowohl der Freier als auch die Dame können so besser zueinander finden und sich gerade auch in Hinblick auf weitere Treffen eine gewisse Sicherheit und Ruhe im Umgang miteinander verschaffen. Küssen ist ein intimer Vorgang und schafft automatisch eine Vertrautheit und Sympathie für das Gegenüber.

3. Echteres Erlebnis

Natürlich ist Sex mit Küssen eine echtere Simulation der Realität. Denn nichts anderes ist ein Besuch im Bordell und das in Anspruch nehmen der angebotenen Dienste. Es soll eine Zeit sein, die den Freier zufriedenstellt und ihm ein echtes Sex-Erlebnis garantiert. Und was ist Sex ohne eine Knutscherei und sinnliche Küsse? Wenn das wegfällt, ist es ein reiner Akt mit wenig Zärtlichkeiten. Wünscht sich der Freier dieses echtere Erlebnis, dann sollte er unbedingt über diesen Punkt nachdenken und ihn auch zum Thema machen.

Gründe gegen das Küssen

Diese Punkte führen uns jedoch automatisch zu der Contra-Seite und zu den Gründen, die gegen das Küssen einer Prostituierten beim Bordellbesuch sprechen.

1. Zu viel Nähe beim Geschäft

Was der Freier nie vergessen darf ist, dass die besuchte Dame während der gemeinsamen Zeit einem Job nachgeht, nämlich ihrem Job. Es ist ihre Berufstätigkeit und ihr Broterwerb, Sex mit Freiern zu haben. Sie nimmt dafür Geld und bietet ihre Dienste an, ein recht simpler und einfacher Deal. Die meisten Prostituierten sehen das auch so und schließen Küssen nicht in den Akt mit ein. Denn hinter jeder Dame steht auch eine Privatperson, eine Frau die eventuell in einer Beziehung lebt und eine Partnerschaft hat. Daher behalten sich viele Frauen diese Intimität für ihren Feierabend vor und dies sollte auch respektiert werden.

2. Keine klaren Grenzen

Dieser Punkt ist eine wichtige und ernstzunehmende Problematik. Lassen beide Seiten Küsse zu, so entsteht die Gefahr, dass die klaren Grenzen des Geschäfts verschwimmen. Gerade auch für weitere Besuche und weitere Treffen ist es nicht leicht, wieder auf Abstand zu gehen. Es entsteht eventuell eine zu enge Bindung und es kann durchaus auch zu Missverständnissen kommen. Dinge, die nicht vereinbart wurden oder nicht im Preis enthalten sind, können so auf einmal als selbstverständlich angesehen werden. Es kann eine Situation entstehen, in der gerade der Freier Gefahr läuft, die nötige Distanz zu verlieren. Denn es bleibt immer ein Geschäft, nach einer gewissen Zeit verlässt der Kunde den geschützten Raum und die betreffende Frau und begibt sich zurück in sein echtes Leben. Die Prostituierte dagegen bleibt zurück und bedient den nächsten Kunden. Für diese Tatsache ist eine gewisse Abgrenzung sehr von Vorteil.

3. Ansteckungsgefahr

Nicht zuletzt ist das Küssen ein erhöhtes Risiko, sich als Freier mit Krankheiten zu infizieren. Natürlich geht es hier nicht um die gefährlichsten Krankheiten, doch eine Grippe will man sich auch nicht unbedingt einfangen. Es ist nun mal Realität, dass eine Prostituierte täglich mit vielen verschiedenen Männern zu tun hat und deswegen ein höheres Risiko trägt, sich mit einer Krankheit anzustecken. Beim Küssen wird Speichel und Mundflüssigkeit ausgetauscht, was der ideale Moment für die Krankheitserreger ist, um auf einen neuen Wirt überzuspringen. Und nach einem Bordellbesuch eine Woche mit Grippe im Bett zu liegen, ist auch nicht der Sinn der Sache.

Ein Fazit

Eigentlich ist es ganz einfach. Der Freier sollte in sich hinein hören, er sollte sich fragen, wie er sich fühlt und was er gerne erleben würde. Er muss für sich wissen, was er alles zulassen will und wie nah er der jeweiligen Dame kommen möchte. Schließlich ist er der Kunde und er soll bei dem Geschäft im Mittelpunkt stehen. Ist er sich über alles im Klaren, dann sollte er seine Wünsche ansprechen und thematisieren. Allerdings muss eine negative Antwort der Prostituierten bedingungslos akzeptiert werden, da schließlich hinter jeder dieser Damen ein Mensch mit Gefühlen und realen Empfindungen steht.

 

Foto: deagreez / stock.adobe.com