So kannst du deine Potenz trainieren

So kannst du deine Potenz trainieren

Warum ist Potenztraining überhaupt so wichtig?

Kaum ein Mann spricht darüber, aber viele sind nicht zu 100% zufrieden mit ihrer Erektion. Es mangelt an Härte, an Standhaftigkeit oder generell an der Häufigkeit einer zuverlässigen Erektion. Das kratzt nicht nur am Selbstwertgefühl, sondern erschwert auch ein erfülltes Sexleben, sei es nun zu zweit oder mit sich selbst. Und auch wenn du eines der Privatmodelle in Berlin und ganz Deutschland besuchst, willst du natürlich Leistung zeigen und voll auf deine Kosten kommen. Weil also von der Potenz so viel abhängt, gibt es eine Vielzahl an Medikamenten, die Hilfe versprechen. Bevor du zu Tabletten greifst, solltest du aber alle anderen Methoden ausprobieren, die deine Potenz unterstützen und wesentlich leichter und gesünder sind!

Der Beckenboden als Potenzmuskulatur

Beckenbodentraining kennen die meisten Frauen, um ihre Vaginalmuskulatur und die Blase zu trainieren. Männern ist dieser Begriff oft unbekannt, oder sie beziehen ihn nur auf Frauen. Dabei ist diese Muskulatur aus beiden Gründen für Männer mindestens genauso wichtig: Nicht nur für die Potenz, sondern auch für die Kontinenz. Es lohnt sich also doppelt, diesen Bereich gezielt zu trainieren.

Für eine Erektion sind mehrere Muskelgruppen wichtig. Die glatten Muskelzellen im Penis, welche eine Erektion halten, können nicht willkürlich bewegt oder trainiert werden. Wohl aber die Beckenbodenmuskeln, die mit den Schwellkörpern verbunden sind. Sie üben Druck auf diese aus, so dass der Rückfluss des Blutes erschwert wird. Folglich bleibt die Erektion länger bestehen. Sind die Beckenbodenmuskeln also kräftig, kannst du zwar nicht aus reiner Muskelkraft eine Erektion bekommen oder halten, aber du kannst positiv dazu beitragen.

3 Übungen für den Beckenboden

1. Mehrmals täglich für einige Minuten die Beckenbodenmuskeln anspannen. Dafür ziehst du die Peniswurzel zum Bauchnabel bzw. stellst dir vor, du würdest beim Urinieren den Strahl durch Muskelkraft unterbrechen. Halte die Spannung für einige Sekunden und entspanne dann wieder. Den Wechsel aus Anspannung und Entspannung wiederholst du etwa 10-15 Mal, dazwischen machst du immer 20 Sekunden Pause.

2. Leg dich auf den Rücken und stelle die Knie auf. Hebe dann langsam das Becken vom Boden und halte es einige Sekunden. Dann lege es wieder ab und mach einige Sekunden Pause, bevor du es wieder hebst. Achte darauf, dass du entspannt atmest, beim Ablegen ein und beim Anheben aus.

3. Ebenfalls auf dem Rücken liegend stützt du dich auf Füßen und Ellenbogen ab. Dann hebst du den Körper so weit wie möglich an und streckst ihn nach oben durch. Wenn du trainiert bist, kannst du auch noch ein Bein vom Boden abheben. Die Position einige Sekunden halten und ablegen, bevor du sie wiederholst.

Die Teasing-Technik

Wenn du eine Erektion hast, kannst du sie dafür nutzen, deine Potenz auch für die Zukunft zu stärken. Bei der Masturbation hast nur du Einfluss darauf, was passiert, also ist sie besonders gut geeignet. Für die Übung hörst du einfach auf, kurz bevor du zum Orgasmus kommst. Dabei ist die Beckenbodenmuskulatur besonders angespannt und wird jedes Mal stärker.

Auch wenn du Sex mit Partnerin oder Partner hast, kannst du diese Methode anwenden. Sobald du spürst, dass du gleich kommst, wendest du dich komplett der anderen Person zu. Das macht dich nicht nur zum begehrten und selbstlosen Sexpartner, sondern stärkt auch deine Potenz. Während du dich nämlich von deiner eigenen Erregung abwendest, wird dein Penis wieder entspannter. Sobald du wieder stimuliert wirst, kräftigt sich auch die Erektion wieder. Dieses Auf und Ab trainiert die Muskulatur optimal. Und es nimmt dir die Angst vor dem Versagen, denn du lernst: Die Erektion kommt immer wieder zurück, auch wenn sie zwischendurch kurz entspannt.

Übrigens: Auch bei einem Orgasmus wird die Beckenbodenmuskulatur trainiert. Denn sie wird dabei besonders hart und pulsiert. Du musst deine Ejakulation also nicht ewig hinauszögern.

Sport zur Potenzsteigerung

Regelmäßiges Training wirkt sich sehr positiv auf die Potenz aus! Zum einen sorgt jede Art der Bewegung dafür, dass die Arterien nicht verstopfen und das Blut ungehindert fließen kann. Das ist natürlich sehr wichtig für den Penis, dessen Schwellkörper von einer guten Blutzufuhr abhängig sind.

Abgesehen davon sind aber vor allem Sportarten empfehlenswert, welche die Rumpfmuskulatur trainieren. Das ist zum Beispiel Schwimmen, Wandern, Klettern oder Yoga. Auch das Training an Geräten im Studio kann die unteren Körperbereiche gezielt trainieren. Hierfür ist Rat und Hilfe der Trainer gefragt.

Und auch eine generell gute Kondition und Ausdauer ist immer wichtig, denn dadurch kannst du auch beim Sex länger durchhalten, ohne Atem- oder Kreislaufprobleme zu bekommen. Kondition erreichst du durch Ausdauersport wie zum Beispiel regelmäßiges Joggen oder Walken.

Es gibt jedoch auch Sportarten, mit denen du deiner Potenz keinen Gefallen tust! Radfahren oder Spinning über einen längeren Zeitraum (also etwa eine Tagestour) ist schädlich für die Blutzirkulation. Denn dabei wird durch den Sattel ständiger Druck auf den Damm ausgelöst und die Blutzufuhr zum Penis unterbrochen oder eingeschränkt.

Ernährung und Potenz

Auch deiner Ernährung solltest du Aufmerksamkeit schenken, wenn du um deine Potenz besorgt bist. Die Ernährung hängt mit allen wichtigen Abläufen im Körper zusammen und kann diese entweder unterstützen oder behindern. Viel ungesundes Fett und Zucker in der Nahrung verstopft die Blutgefäße und verschlechtert die Blutfettwerte.

Der Gegenspieler dazu ist natürlich das frische Gemüse, was keine Überraschung ist. Wenn deine Ernährung hauptsächlich aus vielseitigem, bunt gemischtem Gemüse besteht, bekommst du alle wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Nüsse und Kerne sorgen für gesunde Fette und Vollkornprodukte versorgen dich auf gesunde Art mit Energie.

Speziell gegen Potenzprobleme haben sich Nahrungsmittel mit vielen Antioxidantien bewährt. Diese stecken vor allem in Beeren, Äpfeln, Tomaten und Zitrusfrüchten.

Achte außerdem darauf, dass du genügend Wasser trinkst, um deinen Körper niemals zu dehydrieren. Ist dir Wasser zu langweilig, kannst du auch ungesüßten Tee trinken oder dir eigene Kreationen aus Wasser und Früchten zusammenrühren.

Zu guter Letzt noch ein Wort zum Rauchen: Dass Zigaretten schädlich sind für die Potenz, ist kein Geheimnis mehr. Nikotin hat sehr schlechten Einfluss auf die Funktion der Arterien und stört die Durchblutung des Penis empfindlich. Das sollte allein schon ein guter Grund sein, mit dem Rauchen aufzuhören!

 

Foto: Artem Furman / stock.adobe.com