Im Bordell erkannt - so reagierst du am besten

Im Bordell erkannt – so reagierst du am besten

Ein Bordellbesuch ist in Deutschland legal, d. h. erwachsene Menschen dürfen eine freiwillige Übereinkunft treffen, bezahlten Sex miteinander zu haben. Dennoch hast du als Freier oftmals das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, etwas, über das du lieber nicht öffentlich reden solltest. Es ist leider so, in der Gesellschaft haftet Prostitution immer noch der Ruf des Verruchten an.

Gründe, um die Bordellbesuche geheim zu halten

Während das vielleicht für dich einen Reiz der Bordellbesuche ausmacht, wird käufliche Liebe von vielen Menschen (heute noch) als unmoralisch angesehen. Weshalb ein unfreiwilliges Outing kann für dich peinlich werden kann. Doch nicht nur wegen der Ansichten deines sozialen Umfelds möchtest du deine gelegentlichen oder regelmäßigen Ausflüge in Bordelle nicht an die große Glocke hängen. Dein Beziehungsstatus spielt eine ebenso große Rolle. Solange du solo bist, bist du niemand gegenüber Rechenschaft pflichtig. Schwieriger wird es, wenn du in einer festen Beziehung bist, im Besonderen dann, wenn ihr auch zusammenlebt.

Lebst du in einer offenen Beziehung und deine Partnerin steht deinen erotischen Abenteuern nicht ablehnend gegenüber, wird sie dennoch, ebenso wie du selbst, um deinen wie auch ihren guten Ruf besorgt sein. Selbst wenn du über ein halbwegs dickes Fell verfügst, möchtest du in deiner Firma oder Bekanntenkreis sicher nicht deshalb zum Gesprächsthema werden (auch wenn du in deinem Umfeld sicher nicht der einzige Mann mit dieser sexuellen Vorliebe bist). Lästereien können dir den Spaß verderben und außerdem hat ein Geheimnis immer auch einen kleinen anregenden Nervenkitzel.

Tipps, um unerkannt die Bordellbesuche genießen zu können

Um unangenehme Situationen zu vermeiden, empfiehlt es sich für dich, bestimmte Vorkehrungen zu treffen, denn trotz aller Diskretion ist es nicht einfach, deine Privatsphäre auch wirklich privat zu halten.

Es beginnt mit der Ausflucht deiner Partnerin gegenüber. Benutze lieber keine dritte Person als Alibi. Erstens ist es nicht sehr fair, eine andere Person in deine Schummelei hineinzuziehen und außerdem ist die Gefahr zu groß, dass du auf diese Weise auffliegst. Manchmal reicht eine telefonische Nachfrage deiner Lebensgefährtin oder auch ein zufälliges Zusammentreffen zwischen ihr und deiner Alibiperson aus, um deine Ausrede zum Einsturz zu bringen. Es ist besser, wenn du dein Timing mit ihren festen Terminen abstimmst und dann dein Handy auf lautlos (nicht aus!) stellst, um sagen zu können, du hättest das Klingeln nicht gehört. Schlimmstenfalls musst du auf einen eigenen festen Termin, wie z.B. regelmäßigen Sport, verzichten.

Sinnvoll ist auch, dein sexuelles Betätigungsfeld außerhalb deines privaten und beruflichen Radius zu suchen. Fahre möglichst in eine andere Stadt oder wenn du in einer Großstadt wohnst, in einen weit entfernten Stadtteil. Zur Sicherheit parke deinen Wagen nicht direkt vor dem Etablissement. Du weißt nie, wer mehr oder weniger zufällig vorbeifährt und dann seine eigenen Schlüsse zieht.

Prostituierte unterliegen nicht der Schweigepflicht, deshalb halte dich mit Details über dein Privatleben zurück. Auch wenn sie normalerweise kein Interesse daran haben, gute Kunden zu verprellen, indem sie etwas Privates ausplaudern, kannst du nie sicher sein, ob der Dame mal etwas herausrutscht, das Rückschlüsse auf dich zulässt.

Helfen kann auch, wenn du für den Bordellbesuch andere Kleidung wählst, als die, die du normalerweise trägst. Um einen bekannten Jeansträger in einem Anzug zu erkennen, ist mindestens ein zweiter Blick nötig.

Die beste Reaktion, wenn deine Besuche im Bordell öffentlich werden

Manchmal nützen die besten Vorsichtsmaßnahmen nichts und du begegnest im Bordell einer Person, die du kennst. Handelt es sich um einen anderen Freier, dann ist er in der gleichen Situation wie du. Das muss keinem von euch peinlich sein.

Es kann jedoch auch passieren, dass eine (mehr oder weniger entfernte) Bekannte sich ein Zubrot im Bordell verdient. Dann ist deine Diskretion gefordert. Falls sie dich nicht bereits gesehen hat, vermeide es, ihr direkt zu begegnen, um sie nicht in Verlegenheit zu bringen. Es sollte für dich selbstverständlich sein, dass du sie keinem anderen gegenüber outest. Habt ihr euch gegenseitig gesehen, hat jeder von euch dasselbe Interesse, dass euer Aufeinandertreffen nicht nach außen dringt.

Für den Fall, dass in der Firma oder in deinem Bekanntenkreis deine Bordellbesuche öffentlich werden, ist es sinnlos diese zu leugnen. Wie anfangs erwähnt, hängt das natürlich von deinem sozialen Umfeld und deinen privaten Umständen ab. Aber am wenigsten peinlich ist es erfahrungsgemäß, wenn du zu deinen sexuellen Vorlieben stehst. Auch Lästereien auf der Arbeit und gezielt gestreuten Gerüchten nimmst du mit Offenheit den Wind aus den Segeln. Sobald du dazu stehst, verlieren die Verursacher des Tratsches den Spaß an ihren Sticheleien.

Findet deine Partnerin deine Bordellbesuche heraus, richtet es eventuell weniger Schaden an, wenn du dazu stehst und offen mit ihr über deine Bedürfnisse redest. Es könnte sein, dass sie damit besser umgehen kann, als wenn du sie weiterhin belügst und für dumm verkaufst.

Ein ungewolltes Zusammentreffen in einem Bordell kannst du nie völlig vermeiden, aber unsere Tipps helfen dir vielleicht, die Situation optimal zu meistern.

 

Foto: Vlad Jodcik / stock.adobe.com