So lukrativ ist für Studentinnen der Nebenjob als Prostituierte

Heiße Studentinnen als Prostituierte

Wer studiert, ist häufig auf einen Nebenjob angewiesen. Es gibt zwar von BAFÖG bis zum Stipendium einige Möglichkeiten, die knappe Kasse auch ohne zusätzliche Arbeit aufzubessern. Ein kleines regelmäßiges Nebeneinkommen ist aber für die meisten Studentinnen die erste Wahl. Nicht alle denken dabei jedoch an Klassiker wie Kellnern, Büroarbeiten oder dem Professor zu assistieren. Vor allem weibliche Studierende können sich mehr und mehr auch Sexarbeit als Nebenjob vorstellen.

Es tun mehr als man denkt

Etwa ein Drittel bis drei Viertel aller Studenten geht Umfragen zufolge einer regelmäßigen Nebentätigkeit nach. Wie groß daran der Anteil von denjenigen ist, die sich mit Prostitution etwas hinzuverdienen, lässt sich zwar nur sehr schwer schätzen. Eine neue Berliner Studie kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass 3,7 Prozent der befragten Teilnehmer in den unterschiedlichen Bereichen der Sexarbeit tätig waren oder sind. Weil die Studentinnen in einer Metropole wie Berlin wohl etwas offener sind, gehen die Macher der Studie davon aus, dass von den 2,75 Millionen deutschen Studierenden ungefähr 55.000 in Nebenjobs mit Sex zu tun haben. Dabei erstaunt nicht nur die hohe Zahl der tatsächlich im Sexgewerbe arbeitenden Studentinnen. Auch die Offenheit der angehenden Akademikerinnen für solche Tätigkeiten: Jede dritte Befragte konnte sich vorstellen, sich mit Sex etwas im Studium dazuzuverdienen. Anscheinend gilt es an den Universitäten als lukrativ, hin und wieder auch bezahlte Treffen anzubieten.

Sex für Geld – immer mehr normale Dienstleistung

Tatsächlich hat Sexarbeit heute nicht mehr unbedingt etwas mit dem Schmuddel-Image heruntergekommener Bordelle in üblen Gegenden oder mit dem Straßenstrich in Bahnhofsnähe zu tun. Solche Assoziationen gehören im Internetzeitalter der Vergangenheit an. Sexarbeit ist mittlerweile eine legale Dienstleistung mit entsprechenden Regelungen in unseren Gesetzen. Junge Akademikerinnen sind durchaus in der Lage, in wirtschaftlicher wie auch sonstiger Hinsicht selbstbestimmt zu entscheiden, ob sie eine solche Dienstleistung anbieten wollen oder nicht.

Unkomplizierter Kontakt im Internet

Die Anbahnung eines kommerziellen Sexkontaktes geschieht am einfachsten über eine der speziellen Websites, auf denen sogenannte Hobbyhuren inserieren und von der interessierten Kundschaft unkompliziert nach Ort, Aussehen oder besonderen Dienstleistungen gesucht werden können. Hier kannst du die Studentinnen einfach anrufen und mit ihnen einen Termin vereinbaren. Es gibt sogar schon Handy-Apps, mit denen die Kunden ihrerseits auf die Suche gehen können. Dort können sie schreiben, was sie möchten und wieviel sie es sich kosten lassen würden.

Für Studentinnen, die Sex für Geld anbieten wollen, sind solche virtuellen Marktplätze besonders attraktiv. Sie können die Sex-Dates wie es gerade passt in ihren Studienalltag integrieren, ohne stundenlang in Bordellen oder Model-Wohnungen auf Kundschaft warten zu müssen. Auch können sie besser steuern, wie oft am Tag oder in der Woche sie ihren Körper anbieten wollen. Und schließlich müssen sie sich um den Ort des Vergnügens keine Gedanken machen. Denn dessen Auswahl – meist in einem Hotel – bleibt in der Regel dem Kunden überlassen. Wer will schon Ärger mit dem Betreiber des Studentenwohnheims bei zu viel Herrenbesuch? Allerdings ist vielen jungen Frauen, die im Nebenjob bezahlte Dates absolvieren, auch die Sicherheit wichtig. Sie entscheiden dann doch lieber, ihre Dienstleistungen über professionelle Agenturen oder in Model-Wohnungen anzubieten.

Gute Verdienstmöglichkeiten

Zentrale Motivation, eine solche Nebentätigkeit aufzunehmen, bleibt natürlich das Geld. Je nach Art der sexuellen Dienstleistung können die jungen Damen von 50 bis etwa 300 Euro pro Stunde aufrufen. Da verliert man schon mal die Lust, für einen Stundenlohn von 10 Euro Hilfstätigkeiten im Büro oder Supermarkt zu verrichten. In Interviews berichten Studentinnen, ein Tageseinkommen von 300 Euro sei im Sexgewerbe durchaus realistisch. Auch wer nur wenige oder ausgesuchte Jobs annimmt, könne es problemlos auf 2000 Euro im Monat bringen. Das bedeutet für viele einen Lebensstandard, der sich deutlich von demjenigen anderer Studierender abhebt.

Leichter Einstieg für Studentinnen

Der Einstieg in die Nebenerwerbs-Prostitution wird heute ebenfalls dadurch erleichtert, dass die Gesellschaft bereit ist, bezahlten Sex als normale Dienstleistung zu begreifen. In vielen Fällen entsteht der erste Kontakt dadurch, dass man jemanden kennt oder kennenlernt, der bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Kaum jemand, der nebenbei etwas Geld mit Sex verdient, hat heute noch größere Probleme, dies in lockerer Atmosphäre auf einer Party auch einmal zu erzählen. Aber es gibt auch genügend Informationsangebote im Internet. Vermittlungsportale stellen leichte Einstiegsmöglichkeiten für interessierte Studentinnen zur Verfügung. Beratungsangebote gibt es mittlerweile auch von regelrechten Berufsverbänden, in denen Sexarbeiterinnen sich zusammengeschlossen haben und die im Internet leicht auffindbar sind.

Die Prostitution im Nebenjob wird an den deutschen Universitäten eher noch zunehmen. Aber eine Arbeit wie jede andere wird es dennoch nicht werden. Es bleibt immer noch ein bisschen der Reiz des Verbotenen. Und für viele startet nicht zuletzt auch ein Experiment, mit dem der eigene sexuelle Horizont ein bisschen erweitert werden kann. Eine dauernde berufliche Tätigkeit in diesem Gewerbe können sich allerdings die wenigsten angehenden Akademikerinnen vorstellen, die sich nebenbei etwas mit Sex hinzuverdienen wollen.

 

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