Besuch einer Domina: So läuft eine Session im SM-Studio ab

Besuch einer Domina: So läuft eine Session im SM-Studio ab

Hast du außergewöhnliche sexuelle Phantasien, die du aber lieber geheim halten möchtest, also nicht mit deiner Partnerin teilen willst oder vielleicht auch gar keine Partnerin hast, die diese erfüllen könnte, so geht es um die Frage, wie du mit den unerfüllten Vorstellungen umgehen sollst. Sehnst du dich nach der Unterwerfung, also nach einer dominanten Frau, um am Ende das breite Spektrum von Fetisch wie Schmerz in perfekter Kombination zu erleben? Dann kannst du Kontakt mit einer professionellen Domina aufnehmen. Wer sich für diese Option entscheidet, der braucht aber kein schlechtes Gewissen zu haben oder sich mitunter sogar dafür schämen – es handelt sich hier um eine besondere Art der Erotik, die nicht von allen Frauen verstanden wird, sodass es durchaus notwendig sein kann, sich die Befriedigung im Rahmen einer professionellen Dienstleistung zu holen.

Doch worauf solltest du achten, wenn du das erste Mal vor der Tür eines BDSM-Studios stehst und du dir überlegst, die Klingel zu drücken? Denn spätestens dann, wenn die Herrin die Tür öffnet, tauchst du in eine ganz besondere Welt ein.

Die ersten Momente

Zu Beginn kannst du im Internet nach Erfahrungsberichten suchen. Es gibt derart viele Angebote, sodass du sehr wohl die Qual der Wahl hast. Bist du der Meinung, ein passendes Studio gefunden zu haben, so musst du nur noch einen Termin vereinbaren.

Du brauchst jetzt nicht glauben, gleich zu Beginn des Termins mit der Peitsche begrüßt zu werden. Zunächst geht es um das Kennenlernen im Begrüßungsraum. Du bekommst etwas zu trinken, kannst also in Ruhe ankommen und auch gleich mit der Domina besprechen, was dir wichtig ist, worauf du stehst und welche Praktiken du überhaupt nicht magst.

Je nach Studio und Domina können die ersten Minuten unterschiedlich gestaltet sein. Handelt es sich um ein Studio mit mehreren Frauen, so kann es mitunter sein, dass dich zuerst eine Nicht-Domina, also eine gewöhnliche Angestellte, so etwas wie die Rezeptionistin, empfängt und du auf „deine Domina“ warten musst. Wird das Studio hingegen nur von einer Domina betrieben, so wird diese dich auch gleich zu Beginn in Empfang nehmen. In seriösen Studios brauchst du zudem keine Angst haben, andere Gäste anzutreffen – die Termine sind derart gestaffelt, dass du immer alleine bist.

Wurden im Zuge des ersten Gesprächs alle Fragen geklärt und Wünsche geäußert, so wirst du zur Zahlung gebeten. Eine Domina wird nämlich immer im Voraus bezahlt – und das mit Bargeld. Wobei es auch Studios gibt, die eine Bezahlung mit Karte anbieten. Ob diese Möglichkeit jedoch angeboten wird, solltest du im Vorfeld erfragen.

Zudem ist es wichtig, sich im Vorfeld ein Codewort zu überlegen, falls der Schmerz unerträglich wird oder du mit der Situation nicht mehr klarkommst.

Die Session

Du wirst abgeholt und in den Studioraum gebracht. Sofort wirst du bemerken, dass sich die Situation verändert hat – es ist eine kaum zu beschreibende Stimmung eingetreten; du bist plötzlich Teil eines nicht vorhersehbaren Spiels geworden. Nun heißt es, dich voll und ganz deiner Domina hinzugeben, die Session in allen Zügen zu genießen, aber auch mitzuteilen, wenn etwas nicht passt.

Genau deshalb ist es wichtig, dass du immer eine Reaktion von dir gibst. Die Domina wartet nämlich auf eine Art Rückmeldung, damit sie weiß, ob sie weitergehen soll oder etwas auf das Bremspedal treten muss.

Nachdem die Session vorbei ist, hast du noch genügend Zeit, dich wieder in der „alten Welt“ einzufinden. Du musst nicht sofort aufspringen, dich duschen und anziehen, sondern kannst dir ein paar Minuten für dich nehmen. Am Ende nimmst du wieder im Begrüßungszimmer Platz.

Nach der Session folgt nämlich noch das Nachgespräch. Die Domina möchte schlussendlich wissen, wie es dir gefallen hat, ob deine Wünsche erfüllt werden konnten oder ob es mitunter Situationen gab, die dir unangenehm waren. Im Zuge des Nachgesprächs kannst du zudem auch, sofern von dir gewünscht, einen weiteren Termin vereinbaren.

Eine Domina wird sexuelle Handlungen ablehnen

Der erste Besuch kann ausgesprochen aufregend sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich im Vorfeld zu informieren, um etwaige Fehler zu vermeiden und Missverständnisse aus der Welt zu räumen. Du möchtest ja nicht gleich zu Beginn in ein Fettnäpfchen treten. So darfst du die Domina niemals fragen, ob du sie lecken oder fingern darfst; zudem darfst du sie auch nicht nach Sex fragen.

Übt die Domina das Gewerbe professionell aus, so wird sie jegliche Art des Geschlechtsverkehrs ablehnen.

Wenn du diese Kleinigkeiten berücksichtigst, wirst du am Ende mit Sicherheit aufregende Momente erleben und dich schon am Ende der Session auf deinen nächsten Termin freuen.

 
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